Der Bürgersaal in Erpel war gut gefüllt, als ich mit meinen Gästen und dem Publikum über Wirtschaft, Ortskerne und die Zukunft der Verbandsgemeinde diskutierte. Ich bin stolz darauf, dass sich unser Minister für Wirtschaft, Energie und Klima - Michael Ebling - für diese Veranstaltung zeitgenonommen hat. Schaut euch das Video selbst an oder lest euch die Transkription durch. Es lohnt sich!
P.S.: Ich möchte mehr solcher Veranstaltungen anbieten. Der aktiven Austausch zwischen Bürgern und Politikern ist aus meiner sicht unerläßlich!
Transskription
!!! Achtung !!!
Die Transskription wurde von einer KI durchgeführt. Es sehr interessant, was da teilweise raus kommt ;-)
Nicole Hahn: Guten Abend, meine Damen und Herren, herzlich willkommen zu unserem Wirtschafts-Dialog. Besonders begrüßen möchte ich heute natürlich unseren Gast Michael Ebling. Schön, dass er heute Abend hier ist. Ja, leider habe ich auch natürlich ein paar Absagen bekommen. Das ist immer so wegen Krankheit, ist von der Firma Blumensysteme der Volker Blum leider nicht anwesend. Und bis jetzt ist auch Herr Schärf, Geschäftsführer und Finanzen/Personalburo Rabenhorst auch noch nicht da. Vielleicht kommt er aber noch nach. Aber wir werden es trotzdem so halten, dass wir heute den Dialog, wir haben ein paar Unternehmer hier. Und zwar ist das der Lemas Bebeck, hier vorne, herzlich willkommen. Der Mann daneben ist der Mann der Stunde hier in Erpel. Und zwar ist das der Udo Frams. Außerdem Ralf Steger vom Dorfladen Steger. Warum ist mir dieser Wirtschaftsdialog so wichtig? Weil unsere Wirtschaft vor Ort die Grundlage für eine lebendige und zukunftsfähige Verbandsgemeinde ist. Unsere Betriebe schaffen Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und sichern die Versorgung vor Ort. Bei meinen Firmenbesuchen habe ich bereits viele interessante Gespräche geführt. Dabei wurde deutlich, wie wichtig gute Rahmenbedingungen, qualifizierte Fachkräfte und der direkte Austausch sind. Ich möchte unsere Verbandsgemeinde stärker vernetzen, die Unternehmen untereinander, die Betriebe, mit unseren Schulen und mit den Bürgerinnen und Bürgern. Ein konkreter Vorschlag ist eine jährliche Gewerbemesse. Das habe ich auch bereits Anfang des Jahres schon, ein allgängiges Programm zugeschrieben. Auf der sich unsere Unternehmen präsentieren, Kontakte knüpfen und neue Perspektive entwickeln können. Wir müssen außerdem junge Menschen für die beruflichen Möglichkeiten vor Ort begeistern und die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben stärken. Eine gute Ausbildung ist ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Doch eine soziale und starke Wirtschaft braucht mehr, es braucht eine gute Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum und attraktive Lebensbedingungen. Denn ich möchte, dass Menschen gerne in unserer Verbandsgemeinde leben und arbeiten und sich das Leben natürlich hier auch leisten können. Dabei müssen wir natürlich auch die Finanzen unserer Verbandsgemeinde im Blick halten und verantwortungsvoll mit unseren Möglichkeiten umgehen. Mein Ziel ist es, zuhören, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die kommunale Politik kann nicht jedes Problem lösen, aber sie kann Hindernisse erkennen, Kontakte vermitteln und gute Ideen auf den Weg bringen. Deshalb freue ich mich auf Ihre Erfahrungen, Ihre Fragen und Ihre Anregungen. Lassen Sie uns offen darüber sprechen, was unsere Wirtschaft braucht und wie wir unsere Verbandsgemeinde gemeinsam weiterentwickeln können. Vielen, vielen Dank, dass Sie heute alle hier sind und ich hoffe, ich werde am entspannenden Dialog. Damit das jetzt gleich spannend weitergeht, würde ich eine Sache noch ganz gerne, wenn jemand mal mit dem Mikro rumgehen würde. Joachim, würdest du das Mikro nehmen, gehst du bitte mal hinten zur Frau Lehmann. Das ist die Frau, die hinten das Plakat aufgestellt hat. Wir haben nämlich heute, also ich habe mich entschieden dafür, dass ich bin ja in einer sozialen Partei und deswegen ist auch ganz wichtig, soziale Lösungen sind ganz klar da. Das heißt, die Ukraine muss man unterstützen und die Frau Lehmann, die sammelt und kann das jetzt auch gleich erklären.
Lehmann: Sehr schönen guten Abend wünsche ich Ihnen und danke, dass ich die Möglichkeit habe, Ihnen das Projekt kurz vorzustellen. Die Ukraine-Hilfe besteht seit zwei Wochen nach Beginn des Krieges. Da sind schon die ersten Autos runtergefahren mit Hilfsgütern und Hilfe ist dann auch zurückgenommen, mitgenommen worden. Mittlerweile ist es so, dass wir an die 40 Transporte, à 30 Tonnen LKWs in die Ukraine geliefert haben. Darunter sind dann auch Hilfsgüter, medizinische Hilfsgüter, Krankenbetten, alles was halt eben gerade gebraucht wird. Und im Moment ist es so, dass unsere Hallen von den Sachspenden her voll sind, aber uns das Geld fehlt, um einen weiteren Transport unten zu schicken. Jeder Transport kostet ungefähr 3.500 Euro. Insgesamt hat jetzt die Ukraine-Hilfe ca. 971.000 Euro ausgegeben, um Hilfsgüter in die Ukraine zu bringen. Von daher freuen wir uns über jede kleine Spende. - Dankeschön.
Nicole Hahn: Also ich noch eine kleine Anmerkung, die Speisen und Getränke, das ist natürlich alles nur Gegenspende. Und gerne dürfen Sie die Spendenschweine füllen. Es grunzt da hinten ein Schwein und die Box voll. Ja, und jetzt möchte ich eigentlich den Udo Framens hierher bitten, sich mal vorzustellen. Weil es war mir ganz wichtig, dass wir hier in Erpel, die SPD hatte keinen eigenen Kandidaten im ersten Schritt. Und es hat ziemlich lange gedauert, ich würde sagen, fast auf den letzten Drücker. Und dass wir den Udo, der lange Sozialdemokrat war und es auch wieder werden wird, da bin ich mir ganz sicher, ja, dass wir den Udo auf einem Weinfest überzeugen konnten, zwei Tage vor Abgabeschluss der Unterlagen. Und es ist uns geglückt, es war eine absolute Überraschung, glaube ich, für die anderen Kandidaten. Aber so ist Demokratie und das ist eben auch wichtig. Ja, lieber Udo, dann stell dich mal ganz kurz vor.
Udo Frams: Hallo und guten Abend. Also, Name Udo Frams, Baujahr 61, wohnhaft, wie sich das gehört: In Erpel. Und die Nicole hat es gerade schon schön gesagt. Ja, auf den letzten Drücker. Mit dem Jochen, muss ich mal sagen, habe ich schon mal darüber diskutiert, ob jemand kandidiert, ob ich kandidiere oder ob eine SPD einen Kandidaten schickt. Die hat keinen Kandidaten. Ja, und dann haben wir es ganz schnell gemacht, auf dem Weinfest abends haben wir beschlossen, ich kandidiere, so, ich kandidiere übrigens parteilos. Bedeutet, ergo, Stützunterschriften sammeln. Wo kann man das besser als auf dem Weinfest? Sehr gut, sah richtig gut aus, da mal über das Weinfest zu stürzen und Unterschriften zu sammeln. Hat ziemlich gut funktioniert. Und am Montag bis 18 Uhr mussten wir in einer Verbandsgemeinde sein. Auch das hat funktioniert, sonst wäre ich ja nicht hier. Ja, also das mal so zum Auftakt. Das ist aber jetzt nicht so, dass es einfach ad hoc ohne Überlegung gemacht ist, sondern ich habe mir sehr wohl was dabei gedacht, weil ich gucke mir natürlich den ganzen politischen Krempel auch schon seit Jahren an, sehe, was gemacht wird, was hier in Erpel von etablierten Parteien gemacht wird oder auch von anderen Parteien. Und ich glaube, die haben das jetzt eigentlich lange genug versucht gemacht. Und wenn ich mir die Haushaltslage so anschaue, da gibt es bestimmt einiges zu tun. Persönlich habe ich nicht so ganz viel Vertrauen, dass die das auch lösen werden. Denn wenn ich mir manche Ratsmitglieder anschaue, die sind seit 10 Jahren im Rat, seit 20 Jahren im Rat, die sind eigentlich schon ewig da. Jetzt kandidiere ich von denen, kandidieren natürlich auch welche für das Ortsbürgermeisteramt. Sehr schön. Habe ich mir dann irgendwann mal so persönlich die Frage gestellt, wenn ich 20 Jahre oder noch länger im Rat bin, warum fällt mir eigentlich jetzt bei der Bürgermeisterkandidatur ein, was ich alles so ad hoc verändern möchte? Ich will Tourismus machen. Ich will Geld sparen. Ich will was für die Vereine tun. Ich stelle einfach die Frage, warum nicht schon er? Das ist alles nicht ganz einfach und ist klar. Es ist immer sehr leicht, über Geld zu sprechen, wenn es nicht was Eigenes. Also ich kann sehr gut Geld von anderen Leuten ausgeben. Und, dann habe ich jetzt noch was gelernt, ich war das erste Mal in der Gemeinderatssitzung am Montag, habe 260 Seiten Papier zugeschickt bekommen, zum Einstimmen, habe mir in den Haushalt mal reingepfiffen, wahrhaftig reingepfiffen, weil es musste alles schnell gehen und habe dann festgestellt, ja, da gibt es so verschiedene Dinge, da kann man bestimmt mal drüber sprechen. Habe höchsten Respekt auf das Amt des Ortsbürgermeisters, also ist es mir schon klar, das bedeutet Zeiteinsatz, das ist ja ein Ehrenamt, es ist einiges zu tun. Und, da gibt es ganz viele Fragen, die ich habe, aber, die Zeit hier ist ja auch beschränkt, so, ich wollte mich ja nur vorstellen, vielleicht, da drüben habe ich mal so ein paar Flyer hingelegt, da gibt es so einen kurzen Abklatsch von dem, was ich bin, wo ich herkomme, ich arbeite also noch, noch, Beamter, ursprünglich mal von der Bundespost, so ähnlich wie mein Kandidat, aber so schon auch in den letzten Zügen, wo ich dann sage, ich habe dann auch Zeit, mich um so ein Amt entsprechend zu kümmern. Also, wie gesagt, ihr findet da drüben ein paar Flyer, ihr findet auch von mir eine Internetseite, ich war auch mal kreativ, wir haben es vorhin mal hier gehört, ich habe ein Lied komponiert, habe ich natürlich nicht so ganz selber gemacht, aber ich habe ein Lied über Erpel, mich und Orsberg komponiert, könnt ihr euch mal anhören und den Rest auch anschauen, bei Fragen gerne irgendwie Kontakt herstellen und machen. Am Samstag stehen wir vor dem Ralf Steger, also eigentlich steht die SPD davor, so einen kleinen Infostand mit allem, was wir haben, aber ich bin natürlich auch da, also da können wir das Ganze noch in allen möglichen Facetten verfeinern. Und eins habe ich auch hier heute Abend schon gelernt, solche Veranstaltungen muss man auch noch ein bisschen pushen, mehr machen, weil ich glaube, so ein Saal könnte schon voller sein. Also ich habe da so verschiedene Ideen, Ziele, wo man dran arbeiten muss oder wo ich dran arbeiten will. Jo, das erstmal so kurz zu mir, wenn ihr noch was wissen wollt, fragt mich gerne. Ich habe vielleicht dann auch noch gleich ein paar Fragen an unsere Gäste, aber das ist eine andere Geschichte.
Nicole Hahn: Vielen Dank, Udo, also ich bin mir sicher, dass wir noch einige Fragen an dich haben und natürlich auch andere. Aber ich würde jetzt den Michael Ebling, auf den Sie auch alle sehr gewartet haben, auf die Bühne bitten. Herzlich willkommen. Begrüßen Sie bitte unseren Staatsministern.
Michael Ebling: Die will ich mich gerne halten. Einen schönen guten Abend. Und liebe Nicole und liebe alle, die heute Abend hier sind, erst noch vielen Dank für die Einladung und für die Gelegenheit zum Austausch und zum Gespräch. Ich bin gemeinhin viel auf Veranstaltungen und der, ich sage es jetzt mal, Wirtschaftsminister in mir, der hört dann immer gerne und auch aufmerksam zu, wenn es neue Ideen gibt und die sich insbesondere mit der Frage beschäftigen, was kann man mit eingenommenem Geld so alles veranstalten. Und ich bin dann einer von denen, die mit anderen zusammen darauf hinweisen, dass es manchmal auch gut ist, um nicht zu sagen, sogar sehr entscheidend ist, auch darüber zu reden, wie in unserem Land Geld erwirtschaftet wird, um dann in der Folge darüber zu entscheiden, was man damit macht. Und das soll einfach nur nochmal deutlich machen und das ist mir auch wichtig. Und deswegen bin ich so dankbar, dass wir da auch in den Austausch miteinander treten. Wir können alles das, was wir uns wünschen, aber vor allen Dingen auch das, was wir so sehen, an Möglichkeiten, Entwicklungen, Investitionen, sei es die öffentliche Hand, sei es die privaten oder die persönlichen Perspektiven, durch Beruf, durch Ausbildung und Karriere, am Ende uns nur dann vorstellen, wenn wir auch weiterhin tatkräftige Unternehmen haben, die Erfolg haben. Und in Deutschland den Erfolg für Unternehmen zu sichern, ist eine der zentralen Aufgaben, für die wir einstehen müssen. Und das ist, um es deutlich zu sagen, auch ursozialdemokratisch. Weil dort, wo Unternehmen sind, entstehen Chancen für Menschen. Für die, die das Unternehmen führen, für die, die die unternehmerische Idee haben, weil nur in einem freien Land wie unserem, in einem demokratischen Land, kann ich auch Ideen zum Fliegen bringen. Ich habe die Chance, auch eigene Kreativität walten zu lassen. Ich kann etwas probieren und ich habe die Möglichkeit, auch zu realisieren. Und das andere, das sind am Ende die Arbeitsplätze, die dadurch entstehen und Menschen damit Chancen geben. Chancen geben, sich zu qualifizieren. Chancen geben, ein Leben auch nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Mit Geld, das ich verdiene, auch das zu mir vorzunehmen, was ich mir auch wünsche. Für das eigene Leben, für das Leben der Familie, für das Leben der Freunde oder wie auch immer. auch das ist dann die Freiheit, die ich habe. Aber die Voraussetzung dafür ist, dass wir tatsächlich gute, gesunde und tüchtige Unternehmen haben. Es sind die, wie man so sagt, Herausforderungen an dieser Stelle nicht gering. Wir sehen das und wir erleben es ja auch. Wir haben seit einer Reihe von Jahren in Deutschland, wenn wir auf die wirtschaftliche Entwicklung schauen, über alles betrachtet, eher vorsichtige Seitwärtsbewegungen und keine Aufwärtsbewegungen. Wir haben vorsichtige Seitwärtsbewegungen, weil insbesondere Energiekosten drücken. Das hat etwas mit dem Krieg, den Russland gegen die Ukraine führt und gegen den man hier ganz offensichtlich auch etwas unternimmt. Ganz erheblich viel zu tun und mit anderen geopolitischen Auseinandersetzungen, die in dieser Welt dazu führen, dass wir echte Energiepreisschocks im Moment gerade erleben. Aber es hat natürlich auch etwas damit zu tun, dass man auch spürt, wir brauchen auch eine stärkere Innovationsfähigkeit. Auch in unserem Land, auch für die wirtschaftlichen Themen. Da sieht man ja, wie auch andere Märkte auf unseren deutschen Markt drängen und wie Produkte teilweise von heute auf morgen dann natürlich auch unter Druck geraten oder gar verschwinden. Und wir gucken auch ein wenig auf das, was an anderen Stellen unter demografischem Wandel diskutiert wird. Das ist nicht nur ein sozialpolitisches Thema, das ist es sicherlich auch, nämlich, dass die Gesellschaft älter wird. Es ist auch ein arbeitsmarktpolitisches Thema und damit ein unglaublich wichtiges Thema für unsere Unternehmen hier, weil eben alle werden älter und damit werden auch die älter, die in den Jahren sind, wo sie beschäftigt sind. Und das wird in den nächsten 10, 15 Jahren einen erheblichen Umbruch bedeuten, wenn die nicht mehr in einem Alter sind, wo sie beschäftigt sind, aber gleichzeitig nicht die Anzahl von Menschen nachkommen, weil wir ganz einfach dort eine Verschiebung haben. Also insofern finde ich es spannend, wenn wir uns darüber unterhalten, was sind gute Voraussetzungen dafür, dass wir weiter unseren Wohlstand sichern können, dass wir gute Arbeit ermöglichen, aber dass wir natürlich auch diejenigen, die unternehmerisch tätig sind, Rahmenbedingungen bescheren, bei denen sie auch weiterhin die Lust haben. Dieses Risiko und diese Verantwortung und möglicherweise auch schon die nächste Investition an der Stelle zu tätigen. Es lohnt sich immer nochmal einen tieferen Blick auf Rheinland-Pfalz zu werfen. Wir sind ein Land mit einer starken industriellen Basis und doch gilt 99,8 Prozent, nicht geschätzt, sondern ziemlich präzise gerechnet, sind bei uns kleine und mittelständische Unternehmen, sind oft die großen Namen, an denen die wirtschaftspolitische Diskussion stattfindet, aber eigentlich ist unser wirtschaftliches Rückgrat nichts anderes, als das, was man Mittelstand nennt. Und für Rheinland-Pfalz gilt das nochmal in besonderer Weise, sind kleine und mittelständische Unternehmen, die am Ende unser Rückgrat darstellen. Und da bin ich schon beim ersten Punkt. Ich habe das eben erwähnt. Wenn wir über Demografie reden, reden wir darüber, dass bei unseren starken Handwerksbetrieben in den nächsten zehn Jahren rund ein Drittel von Unternehmensübergängen anstehen. Und das ist für uns ein ganz zentrales Thema. Das heißt nämlich, dass der Betrieb vor Ort, den wir kennen als Handwerksbetrieb, und der auch hier seine Verankerung hat, und der sich hier auch wohlfühlt, und der sich hier auch engagiert, unter Umständen genau zu diesen 33 bis 40 Prozent wird, wo in den nächsten Jahren die Frage ansteht, wie mache ich das mit dem Übergang des Betriebs? Wer übernimmt ihn? Ist das eine Lösung, die man sich vielleicht wünscht? In der Familie? Fragezeichen. Oder stehen da andere Themen an? Und wir sehen, dass im Moment Handwerksbetriebe tatsächlich auch von der Landkarte verschwinden. Nicht, weil sie nicht wirtschaftlich erfolgreich sind oder erfolgreich weitergeführt werden könnten, oder weil schlichtweg die Nachfolge fehlen. Und das ist ein Aspekt, den wir deshalb ganz, ganz stark machen. Was sind gute Bedingungen dafür und was sind auch Voraussetzungen dafür, dass wir diese Nachfolge organisieren? Wir sind ein Land, ich habe es eben gesagt, wo der starke Handwerk am Ende aufbildet, Zusammenhalt sorgt. Das ist oft der, ich sage es jetzt mal, der Arbeitsplatz vor Ort. Und nicht der Betrieb, der weit weg ist, sondern das Unternehmen, das wir kennen, das Verlässliche leistet. Und da spielt es schon eine wichtige Rolle für uns in Rheinland-Pfalz, dass wir da auch wirklich jeden Einzelbetrieb bringen. Nochmal, nicht weil es wirtschaftlich schwierig ist, sondern weil es tatsächlich darum geht, die Köpfe dafür zu gewinnen. Und das ist eines unserer wirklich großen Themen. Natürlich auch mit Handwerkskammern und mit anderen Beteiligten zusammen. Aber auch das beginnt ganz klar natürlich vor Ort. Was ein zweiter Bereich, um den wir uns schwerpunktmäßig weiter kümmern wollen, und natürlich auch, wir nennen es Standortpolitik. Und das kennt man auch aus dem kommunalen Bereich. Das ist letztendlich dafür zu sorgen, dass wir Entwicklungsmöglichkeiten geben für Unternehmen, wenn sie investieren wollen, wenn sie sich erweitern wollen. Oder Gründe dafür haben, sich gegebenenfalls auch verlagern zu wollen. Jetzt ist das in Deutschland so, wie das in Deutschland oft der Fall ist. Also, wie soll ich sagen, wir sind ja nicht unkompliziert organisiert, sondern wir schaffen es ja dann auch eine mögliche Vielzahl von unterschiedlichen Beteiligten dazu zu beschäftigen. Und dann ist es für Menschen, die entscheiden wollen und erst recht über eigene Investitionen und damit Risiko tragen, dann oft nicht so, dass es gerade leicht gemacht wird. Und da wollen wir auch bewusst ansetzen. Wir haben uns ein Ziel gegeben, dass wir auch als Land, wir nennen es mal mit dem Arbeitstitel Standortgesellschaft, gründen, weil es uns wichtig ist, dass wir dort, wo Menschen sagen, ich bin in Rheinland-Pfalz, ich habe Pläne vor, ich brauche jetzt einfach die Unterstützung und den guten Ratschlag, wie kann ich erweitern und wie kann ich einfach Betriebsstätte entwickeln, bis hin zu denen, die sagen, hey, Rheinland-Pfalz ist cool genug, dafür gibt es auch gute Gründe, ich will ja ansiedeln und auch die gibt es regelmäßig, dass wir denen auch die entsprechende Unterstützung, wie man so schön sagt, aus einer Hand gewähren können und sie nicht allein auf die Reise schicken zwischen unterschiedlichen Verwaltungsebenen und Genehmigungssituationen und die Frage, wer sorgt für welchen Anschluss, und dann geht es tatsächlich auch im technischen Sinne genau um diese Fragen, das letztendlich zusammenzubinden und auch das ist deswegen auch einer unserer großen Schwerpunkte und ich würde deswegen auch noch einen dritten Schwerpunkt nennen, ja, ich weiß, man kann es ja fast nicht mehr hören, aber wir sind ganz schön mutig, wenn wir das so sagen, wir haben uns auch als Regierungskoalition in Mainz den Schwerpunkt gesetzt, dass wir gucken, dass wir echte Entlastungen schaffen und zwar insbesondere Entlastungen auch von behördlichen Themen, und damit haben wir angefangen. Es gab schon mit dem Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer eine Reihe von Maßnahmen, um am Ende sehr präzise und sehr konkret Zuständigkeiten und Fragen von Verwaltungsverfahren zu verändern, zu verlagern und was anzugehen und das wird in der jetzigen Konstellation von CDU und SPD genauso konsequent jetzt weiter fortgesetzt. Und wir haben auch schon erste Flöcke eingeschlagen, dazu gehört zum Beispiel, dass wir alle landesgesetzlichen Berichtspflichten einfach auf Null setzen. Das ist nicht die Lösung auf alles, aber das soll einfach nur deutlich machen, dass wir es ernst meinen. Und dass es uns nicht nur darum geht, wieder zu überlegen, wer auf welchen Ebenen für was noch verantwortlich ist, sondern wir wollen selbst mit dem Planbeispiel vorangehen und wollen unsere eigenen Prozesse dann ganz klar auf den Prüfstand stellen. Und deswegen gehen wir da auch einen Schritt voran und sagen, überall dort, wo Berichtspflichten notwendig sind, weil das Land, falls sie irgendwann mal, sicherlich vielleicht sogar aus guten Gründen, entdeckt, erfunden oder irgendwo kodifiziert hat, das setzen wir einmal auf Null und schaffen damit natürlich auch real einen Einstieg in Entlastung und in Einrückführung auch von Bürokratie. Und das ist ein Einstieg und war ein ganz wichtiger und auch ein ziemlich guter und kerniger Einstieg. Ich könnte noch was zu dem Blick auf Innovationen sagen, wo wir schauen, dass wir aus guten Ideen und unseren klugen Leuten an Hochschulen, an Universitäten in Rheinland-Pfalz, die da sehr gut sind, auch mehr zu Ideen kommen und die vor allen Dingen auch in Wert setzen. Ich könnte etwas sagen zum Gründungsgeschehen, was auch in Rheinland-Pfalz wieder anzieht, was uns freut, mehr, die unterwegs sind, selbst auch wieder zu gründen, also ein Unternehmen in die Hand zu nehmen und wie wir dort auch natürlich eine gute und breite Förderkulisse anstellen. Mir ist aber viel, viel wichtiger, nochmal zu sagen, warum es mir heute Abend wichtig war, auch hier zu sein. Weil ich das klasse finde, dass du sagst, wir müssen regional auch über die Wirtschaft reden. Ich sag's jetzt mal frech, das ist nicht überall so. Und es ist gut, wenn's so ist. Weil am Ende kann man über die große Politik, und ich weiß jetzt nicht, ob ich über die große Politik rede, wenn ich in Rheinland-Pfalz spreche, aber es gibt ja noch da Entscheidendere, aber es gibt auch uns natürlich, kann man immer viel sprechen. Entscheidend ist schon auch nochmal, dass man vor Ort ein Klima schafft, bei dem der Unternehmer, die Unternehmerin, der Handwerker vor Ort, oder diejenigen, die einfach ihre Sorgen haben, in ihrem Rathaus auch eine Ansprechpartnerin finden, die sich ihre Themen annimmt. Das ist so vielfältig. Da geht's manchmal auch um die Genehmigungssituation. Da geht's aber manchmal einfach darum, dass man örtlich ein Klima auch braucht, wo man sich Gedanken darüber macht, was sind gute Voraussetzungen für Unternehmen. Das sind die Fragen, die man sich stellen muss, sozusagen, wie halten wir eigentlich den Handel aktiv? Und haben wir, wie wichtig ist es von Interesse, dass wir da Ideen und Initiativen entwickeln? Dass wir funktionierende Netzwerke haben, wo Unternehmen auch die Fähigkeit haben, sich miteinander auszutauschen, und vor allen Dingen, wo eine Aufmerksamkeit dafür entsteht, dass ein paar dieser Dinge vielleicht auch vor Ort mitbeantwortet werden können. Ich habe über Unternehmensnachfolge geredet. So etwas ist auch ein Punkt, der, wenn er vor Ort bekannt ist, vielleicht auch eben im positivsten Sinne des Wortes Interesse weckt. Oder letztendlich auch über die Fragen von Qualifizierung und auch dem Zugang zum Arbeits- oder zum Ausbildungsmarkt ganz, ganz entscheidend ist. Und deswegen, Nicole, finde ich das so klasse, dass du sagst, das ist dir wichtig. Das willst du damit markieren. Damit lösen wir nicht vor Ort in der Verbandsgemeinde Unkel das Thema mit den Energiepreisen ein. Das wird da sicherlich nicht entschieden. Es wird vielleicht auch nicht entschieden, wie das mit dem Netzanschluss ist, der inzwischen auch zu einem dieser Punkte gehört, in einer zunehmenden Elektrifizierung, dass wir uns kümmern müssen. Deswegen tun wir das auch. Deswegen bin ich froh, dass es nicht nur das Wirtschaftsministerium, sondern auch das Klima- und Energieministerium ist, das wir in einem Haus zusammengeführt haben, um es eben auch zu lösen. Aber es ist die Frage, den Menschen zu signalisieren, wir haben es vor Ort selbst auch ein Stück weit in der Hand, ob das ein gutes Klima ist, wo Unternehmer und Unternehmer spüren, unsere Leistung wird gesehen, die wird anerkannt und vor allen Dingen wertgeschätzt. Und ich kann mich mit den Fragen, die uns kümmern, auch hier vor Ort an eine gute Adresse wenden und da wird gekümmert und vermittelt. Und das ist eine starke Botschaft, weil über alle Fragen von Finanzierung, und da bin ich wieder am Anfang, genau deswegen will ich da auch hin und auch damit enden, von Finanzierung oder den Strömen, die man im Haushalt macht, Alles das am Ende wird nur dann funktionieren, wenn wir auch merken, unsere Wirtschaft kriegt auch wieder Kraft, mehr Kraft zum Laufen, mehr Fähigkeit zum Investieren und damit ergeben sich auch dann weiterhin gute Zukunftsperspektiven für die Menschen. Den Zusammenhang, da bin ich sehr dankbar, Nicole, dass du darauf hinweist, deswegen bin ich heute Abend gerne gekommen. - Dankeschön.
Nicole Hahn: Vielen Dank, Michael. Also, es ist schon so, der Ansporn hat tatsächlich einen Bericht aus der Verbandsgemeinde, einen Rechenschaftsbericht, der war ausschlaggebend, dass ich überhaupt kandidiere. Und zwar habe ich mich da schon gefragt, also ich bin seit 27 Jahren selbstständig und da weiß man, was das heißt, wenn man kleiner Selbstständiger ist, sein Leben bestreiten muss und man auch Zeiten hat, wo man es eben nicht so raushauen kann, wo man eben wirklich das Geld zusammennehmen muss und diese Zeit muss man durchstehen. Und wenn man das geschafft hat, 27 Jahre lang, dann weiß man auch, was das betrifft und dann hält man auch vieles aus. Und ich glaube, was ganz, ganz wichtig ist, dass wir hier nicht nur die großen Unternehmen haben, sondern die kleinen Unternehmen, die habe ich wirklich von Anfang an alle besucht. Ich habe recht viele Einzelunternehmer gehabt, die haben wir hier auch sitzen und die haben auch eine Geschichte mitgebracht. Und die ist mir auch extrem wichtig, hier heute mit Ihnen, also erst mal vorzustellen und ja, dann vielleicht auch in den Dialog zu gehen, was unsere Wirtschaft hier in Unkel wirklich ausmacht. Denn wir haben tatsächlich nicht viel Fläche hier. Wir sind eine Gemeinde, die durch den, geben durch den Rhein und das Gebirge eben relativ wenig Fläche hat, Gewerbefläche und das, was wir haben, das müssen wir wirklich bewahren und zwar auch für die Zukunft bewahren und wir müssen es auch fördern. Und fördern kann man nur, wenn man auch zu den Menschen hingeht, zu den Vereinen geht, zu den Unternehmen geht und sie auch mal wirklich anhört. So, und da würde ich auch tatsächlich anfangen wollen. Ich glaube, du warst wirklich der erste Betrieb, wo ich war. Jilmaz Bebeck, stell dich bitte mal vor.
Jilmaz Bebeck: Vielen Dank, Nicole. Also, vorab vielen Dank, dass du mich eingeladen hast. Ich bin der Einladung sehr gerne gefolgt. Ich möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Jilmaz Bebeck. Ich bin seit zehn Jahren hier mit meinem Geschäft in Unkel für ein Einzelhandelsunternehmen mit dem Schwerpunkt Telekommunikation. Und bin 33 Jahre alt, wohne seit fünf Jahren hier in Unkel, habe geheiratet, habe zwei Kinder. Und, als die Nicole mich da auch mal angesprochen hat, ging es in erster Linie darum, dass sie ja Verbandsgemeinde, Kandidatin ist. Daraufhin kamen halt mehrere Themen auf, unter anderem auch Wirtschaft. Und, bezüglich des Thema Wirtschaft betrifft uns ja alle eigentlich in Unkel, weil, egal ob Mitarbeiter oder, ich sag mal, als Selbstständiger, es ist einfach wichtig, dass in Unkel etwas funktioniert und freue mich natürlich, dass ich hier sein darf und dich dafür auch kann.
Nicole Hahn: Ja, ähm, ähm, bei den Gesprächen, also bei den vielen Firmen, wo ich war, sind eigentlich tendenziell immer die gleichen Sachen hochgekommen. Ähm, ich habe auch immer vieles gefragt zum Thema Ausbildung. Ähm, ich weiß, du bildest aus. Wie viele Auszubildende hast du gerade?
Yilmaz Bebek: Im Moment haben wir eine Azubine.
Nicole Hahn: Ja. In welchem Ausbildungsjahr ist sie gerade?
Yilmaz Bebek: Sie ist im ersten Jahr. Im ersten Jahr.
Nicole Hahn: Und, wie viele Jahre bildest du schon aus?
Yilmaz Bebek: Ich bildet jetzt circa seit sechs Jahren aus.
Nicole Hahn: Ja, das ist doch großartig. Also das, finde ich, ist wirklich ein Erfolg. Und man muss es sich auch mal vorstellen, auch die kleinen Betriebe scheuen es nicht, an die Zukunft unserer Kinder zu denken. Und das ist die Grundlage, die wir hier haben. Wir haben eine Schule in Unkel, eine, eine Realschule Plus. Und, die hat durch einen Rektorenwechsel ein ganz hervorragendes, kompetentes Team, das sich sehr darum bemüht, auch die Schülerinnen und Schüler in die Betriebe zu führen. Und genau das ist der Punkt. Wir müssen einfach da ansetzen, dass wir, wenn wir überall, habe ich gehört, Fachkräftemangel. Aber genau der Punkt ist da, wir müssen Leute ausbilden. Wir müssen die zu Fachkräften machen. Und in vielen Unternehmen, wo ich war, funktioniert das natürlich hervorragend. Also so Betriebe wie Mepa oder, ähm, wie Endovonesis haben natürlich so viel Potenzial. Die können schon mehr wie acht bis zehn Leute ausbilden in verschiedensten Bereichen. Aber, äh, es sind eben auch die kleinen Unternehmer, wie du das einer bist. Und da muss man wirklich sagen, Chapeau. Und ganz, ganz toll seit sechs Jahren. Also das ist eine Leistung. Und das hält nicht jeder durch. Und ich sehe auch den Herrn Sieberz hier. Ich weiß also, auch mit Ihrem Sohn habe ich gesprochen. Auch da wird ausgebildet und es ist nicht immer leicht. Also das kann ich sagen, es bedeutet eben schon sehr viel, einen Menschen auch von der, sag ich mal, gerade der Schule entwachsen, jugendlich noch, bis dahin zu bringen, dass er Verantwortung in den Betrieben übernimmt. Und vielleicht später mal auch in diese Fußstapfen hineinwächst, die später unsere Wirtschaft voranbringen. Ja, ich habe auch, ähm, eine Sache hier erfahren in Erpel, das fand ich ganz hervorragend. Und zwar, wir haben tatsächlich hier in der Verbandsgemeinde zwei Dorfläden. Das eine ist der Dorfladen in Rhein-Breitbach und der andere ist hier in Erpel. Und gerade deine Geschichte, die fand ich so hervorragend. Ich möchte Ralf Steger bitten, dass du die einfach mal erzählst:
Ralf Steger: Ich bin im Jahrgang 68, bin gebürtiger Erpler. In den letzten Jahren ist mir halt aufgefallen, dass in Erpel immer mehrere Geschäfte zumachen. Ich bin öfters gefragt worden, wenn ich mit dem Rad unterwegs war: "kann man Erpel irgendwo noch einen Kaffee trinken, irgendwas essen?" Und ich habe gesagt: "leider heute nicht, ihr müsst nach Unkel oder nach Linz fahren." Da kam ich 2021 das erste Mal auf die Idee, wo der Laden von der ehemaligen Bäckerei Hardt eigentlich zur Disposition stand, eine Genossenschaft zu gründen als Dorfladen. Ich hatte ein ganzes Konzept erstellt, mit einem Steuerberater durchgesprochen. Es lag in der Schublade. Damals war für mich aber noch der Zeitpunkt, ich bin eigentlich noch ein bisschen zu jung damals dafür gewesen. Ich hätte es neben meinem normalen Job gemacht und da war die Verantwortung mir damals einfach zu groß, praktisch nach meinem normalen Dienst noch über die Bücher zu gucken, ob alles reibungslos läuft. Dann haben wir also gesagt, okay, wir haben das dann in die Schublade wieder geschoben, abgeschlossen. Der Laden wurde dann ja vermietet, wurde aber dann 18 Monate später für mich Gott sei Dank wieder frei. Dann habe ich die Frau Hart gefragt, ist es richtig, der Laden wird frei, aber warum, habe ich gesagt, ich möchte gerne mein Konzept wieder rausschieben. Ich habe es rausgeholt, habe das Konzept geändert von der Genossenschaft und habe gesagt, ich mache es als Einzelunternehmer. Meinem Arbeitgeber habe ich dann im Februar 2024 by bye,bye gesagt - nach 38 Jahren. Ich bin praktisch in der Phase, wo ich schon wusste, dass ich aufhörte, habe ich mein Projekt eigentlich so nebenbei gemacht. Ich bin am 1. März, wo ich den ersten Tag praktisch nicht mehr für meinen alten Arbeitgeber verantwortlich war, voll durchgestartet, habe alles auf die Beine gestellt und habe am 1. Oktober 2024 den Dorfladen in Erpel geöffnet. Zwei Jahre habe ich jetzt hinter mir, viele haben gesagt, du bist verrückt, warum machst du das? Du hast ja noch weniger Zeit wie vorher und habe gesagt, das ist mir egal. Ich möchte dem Erpel noch wieder gerne was zurückgeben und ich hänge auch mit Leib und Blut dahinter. Also wer mich kennt oder in den Laden geht, wenn irgendwas fehlt, ich versuche es zu besorgen. Ich beliefe alte Leute abends auch nebenbei. Es macht mir viel Spaß und ich glaube, das braucht man auch sonst, kann man es eigentlich nicht durchstellen. Weil mit den ganzen Lieferanten, die ganzen kleinen, großen Probleme, die man in der Zeit hatte, ich glaube 90 Prozent hätten es sicher schon aufgehört. Aber meinen Laden gibt es immer noch und dann wird es auch weiter noch geben.
Nicole Hahn: Wirklich ein ganz großer Applaus wert, denn wenn man sich jetzt hier unsere Strukturen mal anschaut, wir haben eben viele kleine Orte und früher war das Leben hier in diesen Orten noch ein ganz anderes. Da gab es ganz viele Geschäfte. Da waren überall Kneipen, da waren Restaurants und ich meine, wir leben ja hier, wir sind in einer Region, wir leben vom Tourismus und wir stellen immer mehr fest, es bricht immer mehr ein. Die Leute rennen in die großen Geschäfte, wir haben hier halt ein Vorteilscenter, wo wir eigentlich, ich glaube, das ist der größte Einzelhändler hier unten bei uns in der Rheinschiene. Und der hat natürlich auch viele Menschen, die ihre kleinen Läden hatten in den Städten, die mussten aufgeben. Da sind die Leute dann lieber in den schicken, großen Einkaufslagen gegangen. So, und jetzt stellen sie fest, aber wenn man älter ist und man wohnt so in so einem kleinen, geschaulichen, netten Dorf, dann ist es ja schon so. Im Alter kann man sich gar nicht mehr so bewegen und die Busse fahren auch nicht mehr so. Ja, und da muss man sich was einfallen lassen und da finde ich diese Idee einfach großartig zu sagen, wir machen wieder einen Laden auf. Denn ich denke immer, wenn einer auf ist, ist es auch ein Beispiel zu sagen, vielleicht gibt es auch wieder den einen oder anderen, der sagt, ich traue mich. Weil, das Einzige, was wir verhindern müssen in den Räten, ist nämlich, dass wir irgendwann anfangen, diese Umwidmung zuzulassen, dass es überall nur noch Wohnraum gibt. Ist auch nett, aber wir brauchen in den Städten das Leben und wir brauchen da die Infrastruktur. Und ohne diese kleinen Läden, da ist eben auch, sehen auch die Menschen ziehen sich im Moment zurück. Ja, und ich würde, ganz gerne, also einen Einbruch, habe ich gemerkt, und zwar als wir nach Corona, da haben sehr, sehr viele Betriebe auch aufgeben müssen. Einfach, weil die Leute eben sich anders umorientiert haben. Die haben in großen, bei Amazon bestellt, da kommen täglich die dicken Pakete, kann ich immer gut beobachten. Bei uns leider selber auch, dass man das ein oder andere auch gar nicht mehr bekommt, weil es die Geschäfte nicht mehr gibt. Da würde ich dich mal, Michael, da nachzuhaken, hat man denn diesen Trend auch generell woanders festgestellt? Ich kann mir das gut vorstellen, dass viele kleine Orte eben dadurch so Einschnitte hatten. Und wie kommen wir da am besten wieder raus? Ich meine, wir versuchen ja gerade hier, Lösungen zu finden, dank dem Herrn Steger und auch dank dem Herrn Bebek.
Michael Ebling: Ganz sicher ist das jetzt keine Entwicklung, die es nur hier gibt. Wir erleben zum einen, dass Handelsgeschäfte, Handelsflächen in den Städten, ob das große Städte sind oder ob das kleine Städte sind, oder dass die zurückgehen. Das hat etwas zu tun mit auch verändertem Einkaufsverhalten, also mit anderen, und das hat was mit uns allen zu tun. Das kommt nicht von Außerirdischen, sondern das sind wir dann auch am Ende des Tages alle selbst. Du hast es angesprochen, man guckt, dass so ein Vollsortiment da, ist natürlich auch einfacher. Das will ich jetzt auch gar nicht so kritisch sagen, sondern das sind auch Dinge, an die gewöhnt man sich auch schnell. Man ist dann an einer Stelle und das Auto ist nah und ich hole alles. Und wenn ich jetzt eine Straße entlang gehe und sammle hier und sammle da was ein, hat das eine hohe Qualität. Die empfinde ich selbst auch als Qualität. Ich mache das auch selbst manchmal ganz gerne in meiner Stadt. Aber es ist natürlich viel zeitaufwendiger. Und insofern ist es dann deswegen auch schon allein aus dem Grund nicht so oft, sondern dann ist das der größte Sortiment. Und das Zweite ist tatsächlich, unser Einkaufsverhalten hat sich auch mit den Angeboten im Internet verändert. Das kennen wir vielleicht alle auch aus eigener Erfahrung. Oder ich will niemanden da in, äh, in Mithaftung nehmen, sondern ich sage es dann auch für mich selbst. Ja, da gibt es manchmal Sachen, da weißt du genau, was du willst. Und du weißt genau, welches Produkt das ist. Das muss ich mir nicht angucken, muss ich mir nicht lange überlegen, ich brauche es. Und, dann ist es manchmal auch schnell von abends von der Couch weg, ich sage es mal so, über, das iPad auf dem Schoß dann auch bestellt. Das ist komfortabel, das ist schnell und das nutzen Menschen. Und ich glaube, das werden wir nicht, zurückdrehen. Nach dem Motto: Jetzt, reden wir alle dort auf ein. Das wird nicht passieren. Was aber, glaube ich, schon nochmal eine wichtige Antwort ist, ich glaube trotzdem, dass wir dort, wo wir Zentren haben, dass wir, dass das immer auch lebendige Zentren nicht nur bleiben sollten, sondern dass die auch eine Chance haben. Das hat was mit unseren Gewohnheiten dann wieder auch im Positiven zu tun. Wir suchen ja solche Orte und das sind ja auch Orte, die geben uns auch Heimat, die geben uns auch Identität, weil das Orte sind, mit denen ich was verbinde. Da habe ich schon gefeiert oder habe was Besonderes erlebt. Oder es sind einfach Orte, die auch schön sind, weil halt unsere Innenbereiche, die kennen wir ja auch als Schwerpunkte. Und deswegen würde ich schon immer auch sagen, es lohnt sich sehr genau und gut auch zu überlegen, was kann man auch für die Stärkung tun. Eine Sache ist ganz klar, ist eben auch angesprochen worden, das ist wirklich geradezu genial, zu sagen, es gibt welche, die bauen genossenschaftlich so etwas auf wie eine Nahversorgung. Und ich glaube, das ist eine dieser Antworten. Das andere ist, das ist sein Beispiel hier, natürlich dann auch zu respektieren, dass da auch vor Ort andere Angebote entstehen, Die aber ja auch nur deshalb entstehen, weil Menschen sie suchen. Und, äh, weil wir nun mal alle ein Handy haben oder schon so nervige Leute wie mich, die haben jetzt auch schon zwei, weil sie irgendwie, man muss da Dienst und Privat sehr genau unterscheiden bei dem Amt, das ich habe. Also, ne, und dann entstehen auch solche Bedürfnisse und die sind auch wichtig. Ich sehe aber auch, und das will ich auch ganz bewusst hier so bei dir platzieren, bei Ihnen, bei euch platzieren, wir unterstützen auch Netzwerke, wir nennen es dann lebendige Innenstädte, um auch einen Austausch zu ermöglichen. Also, ich will jetzt einfach ein paar Beispiele nennen. Das kann jetzt hier passen, vielleicht passt es auch gar nicht. Und einige sagen, hier, Gott, was ist das, was sagt ihr hier für einen Quatsch? Aber ich sage einfach nur, um ein bisschen in so eine Richtung zu gucken, was kann interessant sein. Wir haben schon ein Beispiel erlebt, dass man Handwerksbetriebe in den Bereich hinein holt. Also, in den leer stehendes Ladenlokal einen bekannten Betrieb, den man kennt, der vielleicht auch, von dem man es weiß, dass er vielleicht auch einfach sagt, also, jetzt sind Ladenlokalen, die fest mieten, das kann ich jetzt auch nicht, müsste ich auch Leute haben, die das bespielen. Aber mal temporär, mal eine gewisse Zeit, zu sagen, ich präsentiere auch mal Waren, das können so Konzepte sein. Wir erleben, dass man Frequenzbringer auch wieder stärker in die Zentren mit hinein holt. Ich kenne aus Beispielen sowohl im Süden als auch im Norden des Landes, wo man sagt, so diese Stadtteilbibliotheken oder Medienzentren, die haben auch alle inzwischen verschiedene Namen, wo also einfach viel Frequenz ist. Menschen gehen ein, gehen aus. Da gucken wir jetzt, dass wir die vielleicht von ihren Orten her dahin holen, um am Ende auch bei ihm die Frequenz mitzuerzeugen. Weil wenn wir solche Angebote schaffen, wissen wir, dem kommen Menschen nach. Und wo Menschen nachkommen, gehen sie vielleicht dann anschließend auch noch mal bei ihm den Kaffee ertrinken und umgekehrt. Also da gibt es schon auch einfach Ideen bis hin zu Läden, die Kinderbetreuung machen, Als quasi Ladenangebot. Das soll jetzt nicht irgendwie respektierlich klingen, es muss trotzdem ordentlich alles gemacht werden, um Gottes Willen. Aber einfach nochmal an das Frequenz und anders bespielen, auch von solchen inneren Orten, nochmal denken. Am Ende, wie gesagt, profitieren alle davon, wenn einfach ein neues Angebot ein wechselhaftes Angebot ist. Und ich will mal so sagen, es ist nicht direkt jetzt immer noch mein Ressort, aber sowas wird auch unterstützt vom Land. Ähm, genauso wie vom Land auch unterstützt wird, ähm, ein Programm, das Innenstadtimpulse heißt. Also, dass man mal was ausprobieren kann, ähm, nämlich, dass zum Beispiel man mal so ein Leerstandsmanagement auf den, ähm, auf die Agenda setzt und sagt, wir probieren mal was aus. Wir können uns ein kleines Budget erlauben und da kompensieren wir vielleicht auch mal, dass wir Leerstand anbieten, der da ist. Und jemand zweites, drittes, viertes, nutzt das und jetzt gucken einfach mal, was kommt an, was, was funktioniert vielleicht auch. Also, insofern würde ich wirklich dazu einladen, dass wir einen Beitrag dazu leisten, so wie du es auch gesagt hast, dass da Frequenz kommt, dass da Angebote kommen. Aber nochmal, am Ende, richtig toll ist es dann, wenn es auch welche gibt, die natürlich sagen, wir bieten da auch wirklich etwas an. Und das will ich auch nochmal wirklich hochschätzen, dass man dann natürlich dafür auch bereit ist, ein Stück weit auch ein Risiko zu tragen. Weil das ist ja nun nicht so einfach zu schultern, sondern das muss ja jeden Tag auch wieder neu gestemmt werden.
Nicole Hahn: Ja, und, gerade bei Yilmaz Bebek habe ich neulich, auch gehört, dass die Zeiten auch manchmal, also die Zeiten, das merken jetzt alle, sind ein bisschen schlechter geworden? Das hattest du erzählt, dass sonst nach dem Sommer, so ein bisschen Sommerloch ist, dann im Herbst immer so richtig die Leute gekommen sind und haben nochmal neue Verträge gemacht, neue Handys gekauft. Das ist ausgeblieben. Kannst du ungefähr sagen, hat das jetzt ein bisschen seit unserem letzten Besuch wieder zugelegt oder was meinst du, woran war?
Yilmaz Bebek: Das kann ich jetzt nicht genau sagen, weil in den letzten Jahren habe ich das so ein bisschen beobachtet. Das lag natürlich daran, dass die wirtschaftliche Situation immer im Bilde war, dass die Menschen nicht wussten, okay, wie ist die Situation, aber es gab dann halt immer dann wieder die Zeiten da, wo es halt ein bisschen entspannter war. Jetzt haben die Menschen die Sorge, dass dieses Jahr halt, dadurch auch allein mit dem Großlandkrieg, äh, dass die Menschen halt ein bisschen mehr Sorge haben. Die Spritpreise machen natürlich den Menschen große Sorgen und, ich kann es mir nicht erklären, es ist einfach, äh, nach den, äh, Sommerferien, ist es immer noch gleich. Also, wir haben halt mal Stoßzeiten gehabt, auch da ist es halt ein bisschen ruhiger geworden als wie die vorherigen Jahre, das kann ich noch dazu sagen. Was ich noch gerne anschneiden würde, ist, weil das Thema, Herr vom Herrn mit dem Dorfladen war, äh, kurz angesprochen, ein Alter, also mit dem Alter, dass man sich da was traut. Wir hatten jetzt mal ein paar Mal mit unseren Kunden gesprochen und darüber das Thema auch mit dem, Kneipensterben und, in den Innenstadt, äh, Geschäften, dass die da halt nicht mehr so attraktiv geworden sind, weil es halt viele unterschiedliche, äh, Probleme, was heißt Probleme? Es gibt ja den Online-Dienst, hat man, unser Minister hat ja schon schön gesagt, dass da halt es extrem einfach geworden ist, was zu bestellen. Und ich finde, die Menschen brauchen einfach ein bisschen mehr Mut für die Zukunft, auch sich selbstständig zu machen und zu sagen, okay, das, ich bin jetzt, das kann ein 25-Jähriger sein, der sich dann dazu entscheidet, einen Dorfladen aufzumachen in Erpel, um zu sagen, okay, ich möchte etwas tun, ich möchte daran auch natürlich Geld verdienen. Und ich finde, mit der Thematik, äh, mit der Kneipe, dass wir den Menschen auch dazu die Arbeit noch ein bisschen einfacher machen können als Gemeinde, auch jetzt mal bezüglich, äh, Anmelden eines Gewerbes, ist ja relativ einfach. Aber ich sag mal jetzt, bei einer Kneipe kommt es dann halt noch darauf an, dass man halt, äh, Ausschankungen halt noch die Formulare auswählen muss und gewisse Genehmigungen noch einholen muss. Das muss alles viel einfacher gemacht werden. Also die Menschen haben so, ist ein bisschen im Volksmunde auch, ich rede ja auch mit den ganzen Menschen, die da halt auch Interesse haben, die sagen, es ist mir einfach viel zu kompliziert, ich kriege da wahrscheinlich eh keine, äh, Freigabe oder eine Genehmigung für, dass ich da halt eine Kneipe hinmachen kann, ein Restaurant. Wir haben jetzt ein gutes Beispiel, wir haben jetzt ein paar Jahren in Spanien, in der unteren Innenstadt, das sind, äh, sehr junge Kerle, die kamen halt sehr frisch aus Spanien hier rüber, die haben wir halt ziemlich am Anfang kennengelernt. Die Jungs sind so aktiv und trauen sich wirklich so sehr und das wünsche ich mir von unserer eigenen Bevölkerung einfach nur, dass die sagen, ich traue mich einfach, ich möchte jetzt da etwas machen und ich denke, da hat die Gemeinde halt einen großen Anteil zu, den Menschen dann das einfacher zu machen. Wenn das jetzt dazu kommt, dass die Menschen sich trauen schon und den Schritt machen und sagen, ich möchte mich selbstständig machen und dann zur Gemeinde gehen und sagen, ich möchte hier in dem Lokal eine Kneipe eröffnen, was muss ich dafür tun? Und dann fängt es schon an, ja, du musst folgende Formulare ausfüllen, du musst das haben, das geht nicht, das funktioniert nicht, hier das geht nicht. Wenn dann schon das Thema so anfängt, dann bringt das überhaupt nichts, weil die Menschen einfach da schon einen Cut bekommen. Das digitale Zeitalter, auch ein großes Thema, KI zum Beispiel, es macht den Menschen alles einfacher. Unsere neue Generation, Azubis, also wir merken das ja, als wir jetzt angefangen haben, ziemlich am Anfang Menschen auszubilden, war die Generation Z noch dran. Also die Menschen waren schon, die Jüngeren waren schon ziemlich, wie soll ich das sagen, sehr davon, ja, wie soll ich sagen, das einfach sehr interpretiert ist, dass es die Menschen digital einfach nur sind, also, dass die Menschen einfach nur das Internet vertrauen und im Internet nachsuchen und es nicht mehr für nötig sind, arbeiten zu gehen, ja. Und jetzt bei der neuen Generation ist es noch ein bisschen ein Ticken krasser, weil durch ChatGBT wissen sie alles, ChatGBT können sie alles und es ist leider so, dass man halt einfach mal keine, äh, keine Anhaltspunkte mehr hat, den Azubis was beizubringen, weil sie ja eh schon alles wissen, so. Und als unser Wirtschaftsminister, der ja hier ist, wo können wir da, wo können wir da irgendwie gegensteuern? Wir brauchen Leute, wir brauchen Leute, die wir ausbilden können, aber keine Leute, die alles besser wissen als wir, alleine durch ChatGBT und Sonstiges. Also, ich bin da halt ein bisschen, auch an die Gemeinde, bitte, versuch dort alles ein bisschen einfacher zu machen und uns als Unternehmer das so ein bisschen attraktiver zu machen und, ja, keine Ahnung, also, das ist sowas. (.......)
Udo Frams: Zwei Worte von mir. Ich würde ja nicht hier sitzen, wenn ich manche Sachen nicht wüsste. So, es ist natürlich auch so, wenn ich hier wohne und hier lebe, muss ich natürlich auch bei diesen Damen und Herren einkaufen oder Leistungen vom Handwerk abrufen. Sonst ist das natürlich eine Sache. Ich kann natürlich überall hinfahren. So, ich bin bei ihm gewesen, das ist schon jetzt ein paar Monate her, total überrascht, wo man denkt, okay, da zaubert er immer eine Folie aufs Handy drauf und du denkst, aha, wusste ich ja gar nicht, dass das geht. So, man kann beim Ralf sogar sitzen, Kaffee trinken, das hat er eben gesagt, man kann auch einen wirklich anderen Krams des Lebensbedarfs kaufen und wo ich dann mir schon mal überlegt habe, so, wenn so ein Bürgermeisterkandidat hier sitzt, so, was kann ich denn tun? Ich kann nicht nur darüber sprechen, wenn ich das ganze Vereinsleben hier habe und das fördere und ich bin jetzt schon in fast jedem Verein hier drin und er hat gefühlt mehr als 20 Vereine. So, ich kann natürlich auch aus dem Vereinsleben heraus laden, besuchen, sich da hinsetzen und sagen mit ein paar Mann. So, das ist auch eine Nummer der Unterstützung, eine ganz andere Art und Weise. Also, ich habe mir das mal total gemerkt. Ich meine, wir waren ja schon mal da mit dem Elberat und haben ja schon mal was gemacht, aber ich bin der Mann, so etwas kann man sich auch merken. Und natürlich kann ich auch sagen, wenn ich das Elektrohandwerk vor Ort habe, woanders gucken gehen. So, das ist also relativ alt. Und so ist das bei dir dann auch. Also, ich würde mal sagen, man kann da schon gedanklich dran arbeiten, ob man die Leute dann natürlich alle da hinkriegt, aber das ist natürlich immer so eine Sache. Bevor ich sage, ich fahre nach Unkel und kaufe Zigaretten, ich biege einfach nach links ab und fahre in den Hofladen und kaufe ich da rein. So, so einfach ist das manchmal.
Nicole Hahn: Ja, ich sage mal, da ist natürlich was Wahres dran, das ist schon so. Und da muss man auch die Leute informieren drüber, immer wieder sagen, es gibt den tollen Dorfladen oder den Shop. Aber ich denke, es geht also noch einen Schritt weiter. Und ich sehe ganz oft, wir sind wirklich, was Formulare betrifft, in Deutschland echt führend. Du brauchst für allen Kram, brauchst du irgendwie ein Sonderformular. Und das Beste ist, wenn willst du, fängt dein neuer Leiterbeordnungsamt bei uns an und du rufst da an und machst das eigentlich immer mit der Plakatierung fertig für deinen Verein. Und dann sagt er, wissen Sie, was schreiben Sie mir denn eine E-Mail? Ich muss erst mal gucken, wo das Formular ist. Also, das geht denen ja selber in der Behörde so. Das ist der Witz da dran. Und da frage ich mich halt, und das ist auch so der Punkt, was machen wir denn da? Was tun wir als Menschen da eigentlich an? Also, wir brauchen viel zu viel, und ich glaube, Bürokratieabbau. Das ist wirklich, diese Behörden wieder mal auf eine vernünftige Ebene zu setzen. Ich glaube, da müssen wir dran arbeiten. Vielleicht hast du da auch noch eine Lösung zu.
Udo Frams: Aber bevor du antwortest, ist da so eine Kultur gekommen, wo ich dann immer sage, so als Behördenmitarbeiter, ich habe ja was, um mich abzusichern oder so was. Ich habe ja immer eine Chance, ich kann mich hinter irgendeinem koronalen Gesetz, einem anderen Gesetz oder sowas verstecken und absichern. tun wir das Ganze dann mit dem Formular. Ich habe so immer das Gefühl, das ist über die Jahrzehnte, das ist so eingerissen. Und jetzt sind wir da, wo wir sind.
Michael Ebling: Wir sind da, wo wir sind, und trotzdem, glaube ich, ist es erkannt, und die Diskussionen sind noch anders. Und das ist auch gut so, weil ich will hier gar nicht widersprechen. Und wir alle könnten jetzt noch eine Geschichte dazulegen, und ich wüsste auch noch ein paar aus meinem Bericht, wo wir genau diese Wechselwirkung haben und wo manchmal so Sinnhaftigkeit und Verhältnisaufwand und all so Sachen sich einfach einem aufdrängen und trotzdem gibt es dafür irgendwann eine Regel, wie es so. Und ich sage ganz klar, wir müssen da dran. Und ich habe es vorhin auch angerissen, wir gehen da, weil es auch nicht mehr geht, weil es nicht mehr in die Zeit passt. Es ist eben das Beispiel Gaststätte gefallen, das wird ein Bereich sein, wo mein Haus, in meiner Verantwortung auch bald einen Vorschlag vorlegen wird, wie wir das entschlagen. Wir sind da halt dann auch in Deutschland, und dann sage ich das jetzt auch immer ein bisschen, weil das gehört zur Wahrheit dazu, wir sind ja nicht nur so, weil es Menschen gibt, die in den Verwaltungen sitzen, sondern weil wir alle ein bisschen so sind, wie die in den Verwaltungen. Nämlich es muss immer genauestens stimmen und es muss immer hundertprozentig alles im Voraus gedacht werden. Und dann kann es dann zum Beispiel sein, das soll passieren, reinenfalls ist es wunderschön und trotzdem fahre ich manchmal auch in ein anderes Landurlaub fahren. Und dann begegnen einem im gestandenen europäischen Ausland Dinge, wo du sagst, in der Gastronomie geht auch noch keiner dran gestorben. Der Laden ist voll, nebenbei bemerkt auch von vielen, die aus Deutschland kommen. Und warum müssen wir eigentlich die Quadratmeterzahl und die Geschlechterthemen bei Toiletten so genau regeln, wie wir es am Ende regeln? Und damit passiert das, was vielleicht Sie gemeint haben, vielleicht werden Sie jetzt nicht irgendwie da interpretieren, aber so nach dem Motto, ich könnte mir vorstellen, ich könnte einen gastronomischen Betrieb machen. Und das erste, was ich dann höre, ist aber Moment, die Mindestflächen für die WCs sind dann hochgerechnet so und so viel. Und die nächste Frage, die ich dann stelle, ist einem Menschen aus dem Bereich Architektur oder Bau. Und der sagt mir dann, ja klar, das geht, sind aber halt 300.000 Euro. So. Dann kann ja jeder mal von uns rechnen mit seinem mathematischen Grundkenntnis, wie viel Bier, Fanta oder Cola, ich erstmal verkaufen muss, um alleine das reinzuspielen. Und da sage ich mal, da können eine Menge Leute von getrunken sein. Und wenn würde der auch sagen, ja dann mache ich das ja, weil das ist ja ein Geschäft für mich. Aber das ist dann halt eben nicht so, sondern das ist die erste Hürde, bei der dann die Ersten schon sagen, okay, lass ich die Finger davon weg, das wird nicht funktionieren. Und vielleicht ist es auch klug so, dass sie es so ökonomisch bewerten. Also will sagen, da haben wir den Auftrag als wirklich auch ein. Das zweite ist, wir müssen es auch digitaler machen. So, das löst jetzt nicht unbedingt gleich das Formular, aber zumindest muss das ein Anspruch sein, den wir selbst an die Verwaltungen stellen. Und das ist auch nicht überbordend. Ich habe es eben gesagt, ich kann von zu Hause mit dem Popo auf dem Sofa, Gott weiß was alles machen. Ich kann meinen Urlaub in 30 Minuten vom Flug und der Unterkunft und dem Mietwagen, ich sage es jetzt mal, ohne dass ich überanstrengend bin oder den Faden zum Krimi vor mir verliere, organisieren. Aber wenn heute einer in diesen schönen Landkreis Neuwied zieht, lieber Philipp, dann sagen wir erst mal, okay, herzlich willkommen, sagst du bestimmt, wir kommen in den neuen Landkreis Neuwied. Jetzt melde dich an. Das ist die Kfz-Zulassungsstelle, hast ein Kind, das nennen die Kita, das musst du beim Jugendamt zulassen, das ist da, und das könnte ich jetzt noch weitererzählen mit dem Hund, und um es besonders kompliziert zu machen, vielleicht ist der Ehepartner auch noch jemand mit einer zweiten Staatsangehörigkeit, was auch keine Seltenheit wäre, aber die Person darf dann nicht zu dem Einwohnermeldamt, sondern die muss dann in die Ausländerabteilung, also, ich will nur sagen, dieses Verteilte ist am Ende nicht mehr das, was wir in der digitalen Welt erfahren, sondern wir erleben am Ende das Bündeln, ich bin an irgendeiner Plattform und löse dabei fünf Sachen gleichzeitig, und da werden wir hinkommen, und da müssen wir hinkommen, da geben wir auch Gas, deswegen ist so etwas wie dem großen Schlagfahrt Digitalisierung, Staatsmodernisierung auch ein kleiner Schwerpunkt für die Landespolitik in den nächsten Jahren, bedeutet auch Prozesse zusammenzubringen, und ist auch eine Anstrengung natürlich, wo wir auch wechselseitig immer gucken, nicht mit dem Finger aufeinander deuten, aber wechselseitig immer gucken, dass das Kommunal und Land zusammenwächst. Nochmal, wir kennen das alle von den digitalen Prozessen her, ich habe eine Sache, und beschäftige mich dann nach dem Motto, im Hintergrund laufen irgendwelche anderen Prozesse, aber das interessiert mich nicht, und am Ende, finde ich, ist das auch ein Anspruch, den Bürgerinnen und Bürger haben dürfen, nämlich zu sagen, okay, alles das, was der Startup von mir will, das mag ich manchmal auch gar nicht verstehen, aber wenigstens soll er es so organisieren, dass es für mich nicht noch zur Plackerei wird, und ich sag mal, auch da wird man drangehen, aber ich will jetzt noch ein, ein, ein, ein, ein, ein, ein Geschichtchen zum Abschluss erzählen, einfach nur um ein bisschen das Spannungsfeld deutlich zu machen, ich habe in dem Verantwortungsbereich, den ich jetzt habe, mehrere Dutzend Menschen damit beschäftigt, dass sie Corona-Hilfen überprüfen, wir erinnern uns, es gab eine Pandemie, wir erinnern uns, es ist etwas passiert, was in Deutschland ziemlich phänomenal war, man hat nämlich sehr kurzfristig gesagt, wir helfen, betrieben, dass sie nicht kaputt gehen, mit Überbrückungshilfen, Insolvenzhilfen, mit, mit, mit und so weiter und so fort, und das ging sehr unkompliziert, und irgendwann danach, wie es dann immer ist, gab es eine Stichprobe, und dann hat man gesagt, oh, da gab es auch Fälle, und da haben Menschen Überbrückungshilfen kassiert, die hätten sie vielleicht gar nicht beanspruchen dürfen, und jetzt rollt ganz Deutschland alle diese Tausenden von Fällen wieder auf, weil der Bundesrechnungshof sagt, das muss jetzt alles nochmal überprüft werden, und da sage ich schon, wir alle müssen dabei lernen, ich sage es mir jetzt mal sehr vereinfacht, zwei Möglichkeiten, die eine ist, wir bleiben auf der Seite von superpenibel, hundertprozentig genau, aber das ist dann auch bürokratisch und hochaufwendig, oder wir trauen uns irgendwann auch mal zu zu sagen, okay, wenn wir sagen, es muss schnell gehen, und es muss unkompliziert sein, dann müssen wir auch ertragen, dass da auch eine Fehlerquote drin ist, und das darf dann nicht dazu führen, dass wir am nächsten Tag alle Gleichstoffen halten, den Dien. Irgendwo dazwischen muss sich auch unsere Gesellschaft bewegen, sonst, wie gesagt, kommen wir nicht aus diesem Dilemma raus, und deswegen werden wir, ich würde mir es wünschen, ertragen, dass es ein paar kleine Handwerksbetriebe gibt, die unter Umständen Corona-Hilfen beantragt haben, und sie im Ergebnis nicht gebraucht haben, was sie aber vielleicht zu dem Zeitpunkt, wo sie sie beantragt haben, haben wir gar nicht wussten, und dann wird man irgendwann mal sagen müssen, okay, Haken dran, es war so, oder wir fangen halt jetzt an, und das tun wir, in ganz Deutschland, und treiben Leute an den Rande des Wahnsinns, weil sie jetzt nochmal irgendwo im Keller kramen müssen, wie das vor drei Jahren in dem konkreten Monat war, und sich über, in dem Falle nach, dass unsere Investitionsstrukturbank nochmal rechtfertigen müssen, wie das ist. Und deswegen sage ich ganz klar, ich würde mich von dieser Aufgabe sofort gerne trennen wollen, die ist unproduktiv, bindet Arbeitskraft, Steuergeld ohne Ende, und wir würden einfach mal sagen, okay, dann war das so, wir haben uns so entschieden, wir wollten schnell helfen, und dann sage ich mal, ist das auch eine 80-Prozent-Quote und nicht eine 100-Prozent-Quote, und dann muss irgendwann die deutsche Seele auch mal umgehen. (.......)
Nicole Hahn: Ja, das finde ich großartig, weil ich habe nämlich tatsächlich auch, bin halt auch ein kleiner Betrieb und habe das beantragen müssen, aber, ich sage mal so, die allerersten Förderungen, da schüttelt man ja noch den Kopf nachträglich, weil man sagt, eigentlich gehört ja nicht da nur dazu, dass man eben, also man muss zumindest den Umsatz, wie man selber auch, also nicht nur Miete und Strom und so, sondern man hätte halt bei den allerersten Hilfen auch berücksichtigen müssen, dass man ja auch ein Einkommen hat. Das ist ja gar nicht passiert, also, ich sage mal, da war so eine extreme Fehlerquote drin. Danach hatte ich also überhaupt keinen Nerv mehr, ich habe das dann auch gelassen, weil das ist es einfach, die Bürokratie war dann, es war dann einfach zu umständlich. Aber bei dem Ralf, würde ich mal sagen, das ist eine tolle Sache. Würdest du sagen, dass bei dir jetzt Menschen auch zusammenkommen und sagen, das macht richtig Freude hier, in so einen Ort zu haben, wo ich Kaffee trinken gehe und wo ich mein Schwätzchen halte, weil ich glaube, das ist doch das, was wir in den lebendigen Städten und Orten brauchen.
Ralf Steger: In dem der Dorf, das ist ein Medikationspunkt, er hat mir wieder zwei Gruppen, Herbert Siebert ist ja auch einmal im Monat mit seinen Kumpanen und Damen, die gearbeitet haben. Und es ist einfach ein Mittelpunkt wieder geworden, man trifft sich morgens zum Frühstück, man erzählt, man bleibt eine Stunde, zwei Stunden sitzen. Und auch im Sommer, ich sage mal, ich habe ja auch ein bisschen Außengastronomie mit Plätzen, da wird Kaffeekuchen gegessen, also, es ist einfach wieder ein Anlaufpunkt, den man erbt. Und zur Bürokratie kann ich auch noch eine kurze Geschichte erzählen, die sinnvoll oder unsinnig, die ist, sei dahingestellt. Ich mache ja immer zum 31.12. eine Jahresinventur. Anfang Januar habe ich dann von der Verwaltung aus Neuwied die Info gekriegt, was ich für haltbar, also sie wollten eine Aufstellung von mir haben, was ich für haltbare Lebensmittel habe, im Ernst- und Krisenfall. Die Rubriken aufgelistet, was die alles haben wollten, Dosen, Mehl, Zucker und so weiter, bitte bis Ende Januar ausfüllen, zurückschicken. Wenn ich das nicht machen würde, würde ich also ein Verwarnungsgeld zahlen müssen und ich müsste das also in den nächsten drei Monaten nochmal machen. Da ich die erste Inventurauswertung ja hatte, habe ich das dann schön bei mir in der Excel-Datbrille gefiltert. Aber ich habe mir dann auch die Frage gestellt, wie wollen die das in Neuwied überhaupt zusammenführen? Es ist keine Datei dabei gewesen, wie das irgendwie aufzustellen, dass das einheitlich ist. Ich denke mal, wenn 100 oder 200 Betriebe die Aufstellung gekriegt haben, jeder hat es irgendwie anders ausgefüllt, abgeschickt. Weißt du, haben die es nur abgeheftet oder haben die es irgendwo abgespeichert? Ich denke, frag doch nicht nach, sonst hast du in der nächsten Woche einen anderen Bereich von der Verwaltung, der bei dir nachguckt. Ich habe es Ende Januar gemacht, Ende April gemacht und jetzt kommt nichts mehr. Also das wäre auch so eine Sache, wo man zwei oder drei Tage eigentlich gearbeitet hat und man weiß eigentlich überhaupt nicht, wofür. Weil ich selber als kleiner Unternehmer kann in den ersten Krisen von Erden sowieso nicht arbeiten. Dafür habe ich viel zu wenig in den Stand. Aber Gott.
Nicole Hahn: Ja, tatsächlich ist das so. Ich glaube, da müssen wir auch drüber nachdenken, ob es Sinn macht. , dass wir, dass wir, gesagt, wir hätten ja gesagt, wir brauchen diesen Abbau unbedingt, weil es ist manchmal so kolossaler Quatsch da unterwegs. Also auf unseren Behörden jetzt auch. Wir haben Formulare über Formulare. Wir haben aber gar nicht die Kapazität, das zu prüfen. Und wenn ich mir das auch seitens des Rates oft angucke, dann muss ich mich manchmal schon fragen, oder das frage ich dann auch im Rat gerne, Leute, wie viel Verwaltungspotenzial kostet das uns jetzt und wie viel steht, wie stehen denn die Einnahmen und Ausgaben gegenüber? Rechnet sich das denn überhaupt? Und ganz oft stellt sich dann raus, es rechnet sich absolut überhaupt nicht. Es wäre vielleicht besser, das einfach so sein zu lassen. Ja, zum Beispiel in Unkel, wir nehmen einen Tourismusbeitrag. Wir müssen einen Tourismusbeitrag abgeben, wo jetzt, da gehöre ich da auch dazu, ähm, die Eingaben werden aber gar nicht geprüft. Also, ob das, was ich da ausfülle, bin ich da korrekt, mach das auch so, aber im Grunde, da kann jeder reinschreiben, was er will, und das wird gar nicht überprüft, also, wofür macht man das? Also, das ist, das ist dann absolut unsinnig und es kommt im Endeffekt durch die Verwaltung gar keinen Profit dabei raus, sondern es kostet, wenn ich das hochrechne und gucke mir die Zahlen an, dann sind die Ausgaben höher wie das, was da reinkommt. Und dann, sag ich mal, dann bringt es das auch gar nicht, ne? Da, vielleicht, das würden wir dann ganzgerne auch weitergeben, dass wir da nochmal ein bisschen intensiver dran arbeiten.
Michael Ebling: Können wir gerne, weil die Tourismusabgabe, die muss irgendjemand örtlich entschieden haben, also, wenn man dann vor Ort feststellt, es bringt es nicht, dann braucht man auch vor Ort irgendwann die Kraft zu sagen, okay, dann lassen wir es oder wir regeln es anders oder wir machen es anders, dass es irgendeinen Effekt bringt. Wobei ich nicht generell gegen Tourismusabgabe sprechen möchte, sondern Tourismusabgabe ja schon etwas ist, um dann auch gemeinschaftlich Infrastruktur, die für den Tourismus dann auch gute kommt, auch wieder zu finanzieren. So kennt man es ja auch, in den Bereichen, wo das, dann eben doch genauso genutzt wird, bis hin zu den Möglichkeiten das angerufenen ÖPNV auch zu verändern. Das haben wir bewusst so geöffnet, aus dem Wunsch der Kommunen heraus. Aber das kann ich jetzt auch nicht beurteilen, aber, ähm, vielleicht ist das nochmal ein Angriffspunkt, und das fände ich schon auch nochmal stark, wenn wir hier sozusagen so gemütlich zusammensitzen, durchaus auch nochmal den Aspekt Tourismus reinzubringen. Der kam ja eben auch schon verschiedentlich. Es ist ein Ort, der von touristischem Interesse ist und das ist gut so und das ist schön so. Mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, da sage ich mal, sind wir erkennbar nicht, aus dem Tal draußen. Wir haben von Seitwärtsbewegungen gesprochen, zarte Aufwärtsbewegungen, aber ich will die auch nicht über den Klee loben, weil die müssen sich erstmal stabilisieren. Also, ganz ernsthaft, wirtschaftliche Entwicklung ist allgemein nicht gut. Die Entwicklung des Tourismus ist ausgesprochen gut. Wir, wir haben wirklich wachsende Zahlen und es gibt einfach auch da wieder ein Stück Trend und der ist positiv. Die Leute bleiben nicht zwingend in Anführungszeichen zu Hause, sondern die Leute bleiben schon stärker auch im Land oder auch im europäischen, unmittelbar gut erreichbaren Ausland. Das merken wir. Und da steigen im positiven Sinne die Zahlen. Und das ist für uns alle von einem hohen wirtschaftlichen Interesse und ist ein Stück immer wieder Stabilitätsfaktor. Wir haben es eben gehört, für auch andere, ähm, Angebote, Handel und, äh, Gastronomie, ähm, äh, oder auch so, äh, äh, äh, den Laden, der, der hier genannt worden ist. Und das fände ich nur auch, wenn du mal ein spannendes Feld, auch dann vielleicht auch für dich und in der Verknüpfung mit der Kandidatur, dass man da immer nochmal schaut, auch gemeinsam, das tun wir, wo sind einfach auch gute touristische Projekte, die sich auch lohnt, unterstützt zu werden, weil sie auch für das gesamte Land einfach, von wichtiger und herausragender Bedeutung sind. Ich will einfach nur sagen, schätzen, wir nennen das bewusst auch so, von Tourismus profitieren alle, weil oft so dann der Gedanke kommt, ja, was hat das jetzt mit mir zu tun, wenn ich da wohne, wenn da wie vorne das Angebot schön ist, naja, wenn wir über Radtourismus reden und gucken, dass wir die Radinfrastruktur verstärken, nutzen es alle, auch die Bürgerinnen und Bürger, äh, Tourismus sorgt dafür, dass halt solche Angebote stärker frequentiert sind, das heißt, dass sie, ähm, auch wirtschaftlicher werden und damit auch Angebote insgesamt für alle Bürgerinnen und Bürger stabilisieren. Und deswegen ist das für uns schon von einem hohen Interesse im Übrigen auch immer eine Möglichkeit gegebenenfalls auch unterstützt oder gefördert zu werden, wenn es Konzepte geht oder wenn es auch um neue Ideen geht, das will ich nur zumindest nicht dargelassen haben, vielleicht ist auch das nochmal etwas, wo man in Zukunft sagt, oder suchen wir nochmal die Zusammenarbeit.
Nicole Hahn: Ich würde jetzt tatsächlich so die letzten Minuten dazu nutzen, Fragen aus dem Publikum, zu stellen. Da sehe ich schon eine, Meldung.
Bürger 1: Ich glaube, das ist ja, von hier mit dem Westerwald, Unternehmen genauso, wie auch zum Beispiel Tourismus geht, WLAN in den Haus überall anzubieten, ist Standard, wenn man das nicht kann, auch auf öffentliche Weise auch schon schlecht. Kann man erwarten vom Wirtschaftsministerium, dass da mal ein bisschen die Tugel aufgelegt wird, dass mehr Euro fördert wird, der Ausbau hier in der Rheinschiene ist quasi zu mehr liegen gekommen, dass da mehr Initiative, mehr Unterstützung wird.
Michael Ebling: Meisterlinie will ich es genauso einordnen, wie Sie es eben eingeordnet haben, das ist heute notwendig, das ist nicht irgendwie nur schick, weil vielleicht ich eine Netflix-Serie gucken will, sondern für diejenigen, die heute im Homeoffice sind, das sind immer mehr, die brauchen stabile, schnelle Datenleitungen, für jemanden, der selbstständig ist, da geht es schon auch um Datenmengen, da will ich nicht 30 Minuten eben dran sitzen und gucken, wie sich da Paketchen bewegen, sondern das muss auf gut Deutsch flutschen und Sie haben es eben auch für das Hotelgewerbe angesprochen, deswegen ja, unser Blick ist schon darauf, dass wir diese weißen Flecken, die es gibt, tatsächlich auch weiter schließen. Ist nicht direkt jetzt mein Haus, ist ein Thema, was bei Digitalisierung behandelt wird, insofern nehme ich insbesondere jetzt mal den Eindruck mit, dass das auf der Rheinschiene im Moment ein Thema ist, ein Problem ist, ein, zum Erliegen gekommen ist und in der Tat, das sind schon Sachen, wo wir uns landesseitig auch mit den, ähm, mit den Anbietern treffen, auseinandersetzen und auch immer gucken, dass man so Pakete macht, also das heißt, dass man sich wechselseitig auch rückversichert, wie der nächste Investitionsschritt auch aussieht und in welchem Zeitraum der geschieht, sodass das auch planbar wird und, ähm, deswegen ist das von uns von Ruhminteresse. Nehmen das genauso mit, wird da auch nochmal eine Rückmeldung gleich nochmal ordentlich geben, was wir dazu, ähm, ähm, dann auch konkret sagen können. (14 Sekunden Pause)
Bürger 1: Ja, wir wollen etwas vielleicht da zu weit weg von Mainz, weil es offenbar noch nicht so gekommen ist. Wäre das ja ganz sinnvoll, auch für Unternehmensgründer, also es war ja auch mal die Idee, dass man in Unkel beispielsweise, äh, wo, äh, bebaubare Fläche ist, äh, dann entsprechend auch mit, äh, Glasfaser beispielsweise auch, äh, Unternehmensgründungen, äh, unterstützen könnte, ne? Und auch hier so wie beispielsweise jetzt das, äh, mein Vorteilzettel, gut, die haben wahrscheinlich Glasfaser, die bieten das ihnen vielleicht auch an, weiß ich jetzt nicht, aber sowas ist heutzutage Standard. Und, äh, äh, kleine Orte wie Unkel, Erpil und so weiter haben eigentlich keine Möglichkeit, mit den größeren Orten, die das haben, dann zu konkurrieren. Und dann ist es nicht wohl verwunderlich, wenn immer mehr abfangen, von den jungen Leuten. So was zu sagen.
Yilmaz Bebek: Also, vielen Dank vorab für die, äh, für die Frage an den Minister. Das ist eine sehr interessante Sache natürlich für uns. Man, äh, ich spricht ja immer wieder vom Digitalisieren. Und, äh, da das ja auch mein Geschäft betrifft, äh, habe ich das ja schon ein paar Mal versucht anzustoßen. Weil wir auch in Unkel keine Gaskabelleitung, äh, haben, also wir haben ja nur die kannte DSL-Leitung. Und, ähm, dadurch, dass wir im Ort Unkel auch keine Kabeleitung haben, haben wir immer das Problem mit dem DSL. Und ich habe jetzt schon mehrfach versucht, da irgendwie jemanden zu erreichen. Auch, äh, die Anbieter schon mal darauf angesprochen. Die großen Anbieter haben kein Interesse. Das ist für die ein unwirtschaftlicher Standort. Dann gibt es halt private Unternehmen, die, äh, wie zum Beispiel in Rhein-Weinbach den Ausbau gemacht haben. Aber wir haben da jetzt auch keinen Ansprechpartner von der Gemeinde aus, um zu fragen, was müssen wir da tun, damit Unkel Glasfaser bekommt. Und ich möchte wirklich nicht, dass Unkel das wieder verpennt und kein Glasfaser hat. Also wir brauchen definitiv Glasfaser, das ist die Zukunft. Und wir müssen dort irgendwie jemanden erreichen, der dafür zuständig ist, der da auch wirklich, äh, konstant, äh, dahinter bleibt. Und sagt, wir geben uns dann hier irgendwie mit einem privaten Unternehmen, uns einig zu werden. Und Unkel Ort vor allem, also in Rhein-Weinbach haben wir es ja schon, dass in Unkel Ort Glasfaser ausgebaut wird. Und ich weiß es jetzt, ich denke, in Erpel ist es genauso, dass wir es in Erpel auch brauchen. Also, äh, die Gemeinde lebt von schnellem Internet. Es ist immer mehr ein wichtigeres Thema. und deshalb wünsche ich mir, dass wir da vielleicht auch nach dem Gespräch hier auch weiterhin auf dem Thema sitzen bleiben und definitiv ein Unkel Glasfaser bekommen.
Nicole Hahn: Ja, gibt es weitere Fragen?
Bürger 2: War, war ich heute in Königswinter, meine Tochter, die zieht gerade um nach Königswinter und hat sich da eine Wohnung geholt. Und dann standen wir morgen da, Spiegel angebracht, und der ist mit einer Fernbedienung, keine Batterien drin. Ja, nee, und Batterien hier, sag ich, klar. Dann war ich in die Straße, und das ist die Bahn der Straße, Königswinter. Und wer schon mal Königswinter war, der weiß, was das für ein totes Pflaster da war. Und die ist vielleicht 250, 300 Meter lang. Da sind drei Kioske, da sind, äh, da ist ein Spielsalon, ein Café, äh, und eben ein Supermarkt. Und wenn man den Supermarkt von draußen sieht, dann sieht man, das war mal eine Deutsche Bank oder so, eine Dresdner Bank,weil da ist so Alu, da guckt da grün durch. Und das fand ich faszinierend, also in der nächsten Nachbarschaft eben solche Laden zu haben. Und jetzt kommt der Knüller, die haben teilweise 24 Sieben geöffnet. Da frage ich mich, so was haben wir im König? Also, wir als hier, die von der 24 Sieben geöffnet ist die Aral-Tankstelle, aber der hat nur Bier und Zigaretten und Sprit, ne, aber dann war's dann auch schon. Und, äh, man braucht gar nicht so weit in die Pferde zu schweifen. Und das andere war dann, die meint, meine Tochter, ich hätte nicht gesagt, ich geh da jetzt hin. Das ist genau der Punkt, den der Udo gebracht hat. Man muss auch mal seinen Hintern hochgehen und dann auch diese Läden frequentieren. Egal, ob ich in Erpel wohne, in König-Süterbohne oder so, ich muss zum Laden um die Ecke gehen. Denn wir haben das Drama im Hochhaus gehabt, da hab ich da noch nicht gewohnt, aber da gab's auch mal eine Kooperation, ein Plus-Kauf. Da muss man einfach mal nachdenken. Also, A, ich will eine Infrastruktur in der Nähe haben, dann muss ich auch mich für diese Infrastruktur einsetzen. Und wenn ich nur meinen Obolus dann eben in dem Laden an der Kasse abgebe, also indem ich mal 20 Cent mehr Preis akzeptiere, dafür brauche ich dann aber auch nicht für 2,20 Euro pro Liter Aldi zum düsen. Und da kann dann auch wieder Politik meiner Meinung nach ein Stück weit mit helfen und das immer wieder publik machen. Also, A, wir haben, wie ihr wollt, kommt doch bitte dann zusammen. Und der letzte Punkt wäre eben halt, Leerstand auch aktiv zu vermarkten. Also nicht nur die Schulter zu zucken und zu sagen, ja, das ist ja Privateigentum, da können wir nichts machen. doch immer wieder gut geworden, immer wieder nervt, weil den eigentlich kümmern, wieso muss so ein Kleinod eigentlich leer stehen? Und in Unkel sind einige Immobilien da, wo man sich fragt, Mensch, da gehört ein Handelsgeschäft rein, wie was der Michael vorhin sagte, da gehört ein Laden rein und dann ist da auch wieder Frequenzen in der Straße. (.........)
Udo Frams: Also, kleiner Anzug, Déjà-vu, so, wenn man in den Urlaub fährt oder sowas, wir waren gerade in Spanien, man sieht es an der braunen Haut, da sitzt man da irgendwo, dann guckt man sich die Geschäfte an, wo man da so angelandet ist, das erste, was man sieht, den kleinen Supermarkt, den Laden, den, alles Mögliche. So, ihr habt das Urlaubsfair ja eigentlich hier. Ihr müsst nur mal eben andere Straßenseite aufstehen. Der Heribert wollte was sagen.
Bürger 3: Da habe ich eine historische Werbung haben von 1981, so lange her. Und da steht ein schöner Satz drin, in schönen Hotels und Gaststätten könnten in Erpel 250 Gästebetten zur Verfügung gestellt werden.
Ja, aus welchem Jahr?
Bürger 3: 1981, heute muss ich 245 Betten abziehen, damit es wieder richtig soweit ist. Es ist auch nicht möglich, dass man in Erpel einfach irgendwo hingehen kann. Gott sei Dank hat der Ralf Steger das aufgemacht. Und ich habe noch so eine kleine Seniorengruppe und habe dann den Anbietern gesagt, denen wir dann helfen, die Senioren. Wir machen das aber nicht umsonst. Wir möchten danach bei Ralf Steger Kaffee trinken gehen. Wir wollen nicht für unsere Arbeit haben, aber wenn Ralf Steger Kaffee trinken, das funktioniert jetzt seit zwei, drei Jahren wunderbar. Einmal im Monat, den wir arbeiten, helfen dem und nicht dem und gehen dann anschließend Kaffee trinken. Das muss der Anbieter nicht so viel zum Gaufer haben. Und Sebastian, bitte auch.
Nicole Hahn: Ich kann mich an unserem letzten Wahlkampf erinnern. Der ist noch gar nicht so lange her. Da hat Alexander Schweitzer erzählt, wir brauchen die Dorfkneipen wieder. Für diese Forderung sind wir Sozis echt belächelt worden. Aber die Forderung hat genau ins Schwarze getroffen. Weil genau das ist es nämlich: Egal, wie groß oder wie klein Stadtteile sind oder Orte sind, die Menschen wollen doch irgendwo nach der Arbeit hingehen, sich entspannen, reden, ein Bierchen trinken oder auch ein Saft, egal. Oder sich einfach unterhalten. Und ich glaube, das ist auch das Konzept, das wir für die Verbandsgemeinde brauchen. Wir müssen solche Treffpunkte fördern. Wir müssen die Menschen mitnehmen, wir müssen die Betriebe mitnehmen und wir müssen auch Schulen dazu tun. Und dann kann es funktionieren. Sind denn noch Fragen aus dem Publikum?
Christof Hahn: Wenn sich energieintensives Unternehmen bei uns ansiedeln wollen, und das müssen wir sagen, kommt in zehn Jahren vorbei, vorhaben haben wir keinen Ausbau für elektrischen Strom. Das ist wirklich dramatisch. Also die Gemeinde Erpel hat gerade ein neues Industriegedienst beschlossen, aber Strom dafür gibt es keinen. So können wir uns als Gemeinde gar nicht weiterentwickeln, solange unsere Energieprobleme nicht gelöst sind. Wie kann uns da das Land helfen, dass so etwas zügiger voran geht.
Michael Ebling: Das tun wir, das müssen wir auch. Ich würde, das war eine der ersten Dinge auch, starten jetzt in ein paar Tagen im November mit, ich habe es Netzwerkstatt genannt. Ich bin im Gespräch mit allen, diejenigen, die als Verteilnetzbetreiber, also für die untere Ebene der Netze, genauso wie für die Übertragungsnetzbetreiber. Wir stellen uns bewusst auch gegenüber der dafür verantwortlichen Bundesnetzagentur anders auf. Also ich will sagen, ähm, in den Gremien dort wird, wird ich mit hineingehen. Das ist einfach nur mehr als auch ein Signal, dass wir es zu einem klaren Schwerpunkt machen. Wir haben diese Flaschenhälse jetzt schon. Ähm, sie sind noch an einer Schwelle, aber sie würden sich verschärfen, wenn wir nicht konsequenter jetzt beginnen, mit denjenigen, die für die Netze verantwortlich sind, über die Ausbaupläne und vor allen Dingen über verlässliche Planungshorizonte zu sprechen. Ob das die konkrete Frage für das Gebiet beantwortet, ähm, das kann ich nicht sagen, weil wir am Ende dahin kommen müssen, sehr rasch einmal über alles zu gucken. Und es wird wahrscheinlich Bereiche geben, wie es immer im Leben ist. Man kann nicht an zehn Stellen gleichzeitig muddeln, das schafft auch hier kein Verteilnetzbetreiber. Ähm, äh, dafür gäbe es weder die Leute noch da gäbe es dafür die investiven Mittel. Aber wir müssen in der Lage sein, zum einen, um zu verständigen, wo liegen Prioritäten. Und, äh, wo gibt es Konkretes, was wir lösen müssen, weil vielleicht Ansiedlungswillige schon an der Schwelle stehen, aber drohen abzuspringen, wenn sie nicht verlässliche Daten bekommen. Und, nochmal, dass wir, ähm, in der Lage sind und die Verteilnetzbetreiber mit uns gemeinsam in die Lage kommen, zu sagen, ich kann dir heute nicht sagen, dass wir morgen da sind, aber ich kann dir sagen, wir sind im Jahre 2029 da. Und das halten wir dann auch, dass wir da einfach zu verlässlichen Ansprachen. Das ist ein Thema, klar, die Netze sind, ähm, an Kapazitätsgrenzen angelangt. Das hat auch was mit der zunehmenden Elektrifizierung zu tun. Ähm, das hat etwas damit zu tun, dass wir, ähm, insgesamt auch davon ausgehen können, dass wir wachsende Stromverbräuche haben. Ähm, und, ähm, das hat etwas damit zu tun, da sind wir wieder bei dem Thema, leider, ähm, dass wir es bisher in Deutschland nur sehr schwach geschafft haben, unsere Netze effektiver zu nutzen. Sprich, da fehlt auch die Digitalisierung. Ähm, ähm, wir haben, vermutlich Sie, genauso wenig wie ich, ich behaupte jetzt mal, ich weiß es nicht, also bei mir, ich weiß es sicher, ähm, nicht den digitalen Smart Meter im Stromkasten hängen, äh, der, äh, Verbräuche so steuern kann, dass wir natürlich zum Beispiel nachts, ähm, ähm, Abnehmer haben, sondern wir sind alle immer noch synchron unterwegs in der Belastung der Netze und im Nutzen der Netze. Und da fängt sozusagen eigentlich der Fortschritt schon an, äh, den wir aber selbst in unserer, äh, äh, äh, eigenen Welt, äh, bisher einfach noch viel zu ungenügt haben. Und deswegen sind das die zwei zentralen Punkte. Zum einen, wir unmittelbar als Land mit den Verteilnetzbetreibern Klarheit schaffen, wo sind die Investitionsschwerpunkte und was sind Prioritäten, was sind verlässliche Angaben. und das Zweite ist, dass wir, ähm, die Digitalisierung der Netze, also das, was am Ende netzdienlich ist, massiv vorantreiben müssen, ähm, das ist, ähm, noch nicht da, ähm, dass wir sagen können, wir, wir steuern das Intelligente.
Nicole Hahn: Jetzt mal so langsam zum Ende kommen mit unserem Dialog, weil der Michael hat ja auch nur eine weite Heimfahrt, ähm, wird die Chance nutzen wollen, vielleicht auch nochmal, ja, wir haben ja auch was für dich, natürlich, wir haben, ich weiß es, also, manchmal frage ich mich, immer kriegen die, die Politiker von uns so große Pakete mit Wein, aber wir wohnen nun mal in der Weinregion und selbstverständlich haben wir da auch was für dich, es scheppert auch noch, aber es ist alles, ja, aber es sind wirklich ganz nette Tröpfchen hier. Aber liebe, danke. (15 Sekunden Pause) Dank bei dir, dass du Vater auch dich genommen hast und ich hoffe, dass wir hier alle Fragen auch an dich richten können, also ansonsten macht das gerne auch bei mir, wir können das gerne abtun, ich gebe das auch gerne weiter, ähm, wir würden vielleicht jetzt noch ein paar Fotos machen wollen, gerne, wenn ihr mögt, also ich glaube so der ein oder andere, der, ähm, oder ein paar Worte direkt an mich richtet. Danke.
Michael Ebling: Danke.