Tourismus

Tourismus ist für mich eine Herzensangelegenheit. Ich vermiete in unserem Haus seit acht Jahren Ferienwohnungen vornehmlich auf Airbnb. 

 

Ich weiß, welche touristischen Vorteile unsere Verbandsgemeinde hat, ich weiß aber auch, das in unseren Gemeinden schon deutlich aktiver Tourismus betrieben wurde. Bis Ende der 80'er Jahre waren Unkel und die südlicheren Verbandsgemeinden, wie Linz und Bad Hönningen praktisch das deutsche Mallorca. Hier kamen Feuerwehren, Fußball- und Kegelklubs an, die in den großen Hotels wie dem Rheinhotel Schulz, der Löwenburg, dem Unkeler Hof und in zahlreichen Schankbetrieben, ihr Geld ließen. Das alles ist heute Geschichte. Doch muss dass so sein? Ich werde mich dafür einsetzen, das der Tourismus in den Gemeinden wieder wächst und die Verbandsgemeinde als Ganzes attraktiver wird. 

 

Meine Ideen

Ich habe mehrere Ideen, wie man den Tourismus in unseren Gemeinden wiederbeleben kann. Es ist klar, das ich das als Verbandsbürgermeisterin nur mit den Gemeinde- und Stadträten der Orte gemeinsam umsetzen kann, denn viele Entscheidungen können nur die Orte selbst treffen. Trotzdem kann der Bürgermeister Impulse setzen und wo immer möglich unterstützen. Und die Verbandsgemeinde kann eine Art Klammer um die Einzelaktivitäten der Gemeinden sein.

 

Wein als Kulturgut wiederbeleben

Seit Jahrhunderten wurde in den Orten der Verbandsgemeinde Wein angebaut. Anfang der 2000'er Jahre gab es kaum noch aktive Winzer in der Verbandsgemeinde! Mittlerweile hat sich die Lage zwar erholt, es wäre allerdings wünschenswert, wenn wieder mehr Weinbau in unserer Gemeinde betrieben würde. Denn der Weinbau ist ein idealer Ankerpunkt für eine Tourismusstrategie. Weinberge,  Winzer, Winzerkeller und Weinwirtschaften sind Tourismusmagnete für Kurz- als auch für Langzeiturlauber.

 

Weltkulturerbe anstreben

Schon vor 200 Jahren begeisterte die Rheinromantik die ersten Urlauber im Rheintal! Ein Flusstal wie aus einem Bilderbuch - mit schroffen Felsen, steilen Weinbergslagen, einer Burg auf fast jeder Bergkuppe und unseren pittoresken Orten. Wir gehören leider nicht zum UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Meiner Meinung nach sollten wir uns mit anderen Gemeinden (Königswinter, Linz, Bad Hönningen, Hammerstein Neuwied, etc.) zusammenschließen und bei der UNESCO eine Ausweitung des Gebietes beantragen oder eine eigene Einstufung als Weltkulturerberegion beantragen. Denn es gibt genug historische Vorkommnisse und Orte die ein Weltkuturerbe rechtfertigen: 

  • Sei es, dass hier ein großer wissenschaftlicher Streit zwischen zwischen Neptunisten und Plutonisten von Alexander von Humbold mittels der Analyse der Unkelsteine und nahegelegener Steinbrüche zugunsten der Plutonisten entschieden wurde;
  • Sei es, dass die Separatisten der ersten freien Rheinischen Republik 1923 in Unkel einmarschierten;
  • Sei es, dass der 2. Weltkrieg durch einen amerikanischen Soldaten, der über die Brücke von Remagen lief, vorzeitig beendet wurde  oder
  • sei es, dass nach dem 2. Weltkrieg in Unkel die ersten Beratungen zu einem rheinland-pfälzischen Grundgesetz stattfanden.

Und das sind nur einige der historischen Begebenheiten in der Verbandsgemeinde! Von den Kelten bis heute ist unsere Verbandsgemeinde Teil der europäischen Kultur! Die Anerkennung als Weltkulturerbe würde unsere Bekanntheit steigern und unseren Wirtschaftsfaktor Tourismus reaktivieren! Damit haben wir auf europäischer Ebene eine Chance die Brücke über den Rhein finanziert zu bekommen. Denn aus eigener Wirtschaftskraft können unsere beiden Gemeinden Remagen und Unkel diese niemals finanzieren. Darüber hinaus wären wir, wenn wir es schaffen sollten in das Weltkulturerbe Mittelrheintal aufgenommen zu werden von Anfang an in einer vorhandenen Tourismusstruktur eingebettet. Ich bin davon überzeugt, dass wir so unsern Tourismus nachhaltig stärken würden.

 

Die Brücke von Remagen wieder aufbauen

Ich werde mich als Bürgermeister für den Bau einer Rheinbrücke einsetzen, die sowohl für Fußgänger, Fahrräder als auch den Schwerverkehr geeignet ist. In den letzten Jahren wurde die Trockenheit im Sommer am Rhein extremer und der Rhein führt immer weniger Wasser. Das bedeutet, dass immer öfter der Fährverkehr ausfällt. Deshalb brauchen wir dringend eine Brücke.

Zwar ist dieses Thema kein Thema meines zukünftigen Amtes, ich denke aber, dass die Bürgermeisterin als Fackelträgerin für solch eine Idee fungieren kann.

 

Eine echte Tourismusstrategie

Zusammen mit den Räten, Bürgern und Interessenvertretern werde ich eine Tourismusstrategie entwickeln, die jährlich angepasst und fortgeschrieben wird und sich nahtlos in die Landes-  und Bundestourismusstrategie integriert.